!ncredible !ndia

Ein Besuch in Indien bleibt unbeschreiblich, auch beim fünften Mal. Doch dieses Mal liegt es nicht an der überschwänglichen Farbpracht der Kleider, dem scharfen Geschmack des Essens oder der vorbehaltlosen Gastfreundschaft. Es liegt auch nicht an der Menge der Menschen, die sich durch die Strassen schiebt oder an dem Strassenverkehr, indem sich Busse, LKWs, vollbepackte Zweiräder, Autorikshas und Kühe gemeinsam fortbewegen.

Diesmal liegt es an etwas anderem.Seit gestern sind wir im Shalom Camp Center in den Yelagiri Hills. Knapp vier Tage waren wir in Vellore im Shalom Home. Wir haben Zeit mit den Jungs im Home verbracht, haben mit ihnen gespielt, getanzt, gesungen und Geschichten erzählt. Wir waren zu Gast im ‘Bonhoeffer Community House’, indem verschiedene Generationen miteinander leben. Wir haben das Christian Medical College Hospital (CMC), das Vellore Institute of Technology und das Vellore Fort besucht; haben die runde Kappelle im CMC bestaunt und uns über die katholische Kirche mit dem weißen Jesus gewundert. Immer wieder haben wir mit den Shalom-Leute gebetet und gegessen – im Shalom Home, im vermeintlich besten vegetarischen Restaurant der Stadt, im Community House oder in der Hütte eines Schneiders, der von der Shalom Foundation unterstützt wird.

Das alles war unbeschreiblich – unbeschreiblich schön, unbeschreiblich anders, unbeschreiblich lecker, unbeschreiblich gastfrei, unbeschreiblich fremd, unbeschreiblich begeisternd.
Doch für mich war es auch unbeschreiblich nah, unbeschreiblich vertraut und bekannt. Gerade darin lag für mich in den letzten Tagen das Besondere – zu entdecken, dass sich hinter dem vielen Anderen auch vieles Vertraute verbirgt. Nicht nur, weil ich vieles schon ein paar Mal erlebt habe, sondern auch weil ich bei diesem Mal viel mehr entdecke, dass uns ähnliche Fragen, Themen und Ideen bewegen; dass uns trotz aller Unterschiede vieles verbindet. Das macht auch den fünften Besuch in !ncredible !ndia unbeschreiblich.

Weitere Berichte zu unserer Indienreise findet ihr unter dem Schlagwort Indienreise2013.



Daniel Rempe

Über Daniel Rempe

Daniel arbeitet im Diakonischen Jahr der Evangelischen Kirche von Westfalen. Zusammen mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern lebt er in Essen. Bei e/motion engagiert er sich im Message-Team, in wechselnden Projekten und im SONday.
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